Ein musiktheatraler Reigen queerer Erzählungen aus dem schwulen Florenz der Renaissance – zart, verspielt und voller Möglichkeiten.
Auf Deutsch mit englischen Übertiteln
Termine
Demnächst 10. April 2026, um 20:00 Uhr // Wiederaufnahme // MONO:MONO // TD Berlin // Berlin
Demnächst 11. April 2026, um 21:15 Uhr // MONO:MONO // TD Berlin // Berlin
09. November 2025, um 20:15 // Monologfestival // TD Berlin // Berlin
08. November 2025, um 19:00 // Premiere // Monologfestival // TD Berlin // Berlin
Beschreibung
Ein sommernächtlicher Reigen queerer Erzählungen mit zart verspielter Musik der Renaissance führt uns nach Florenz. Das Regieduo Vöcks de Schwindt imaginiert gemeinsam mit seinem Protagonisten über jene intimen Beziehungen, die Männer* dort vor rund 500 Jahren in großer Zahl und Vielfalt miteinander pflegten. Es hieß von ihnen, dass sie fröhlich florenzten.
In imaginierten Geschichten und von Lautenspiel begleiteten Gesängen tauchen wir in eine verführerische Welt von l’amore masculino, Freundschaft+ und frühneuzeitlicher Daddys und Twinks ein. Während das Verb florenzen historisch allem voran schwulen Sex meinte, erkundet der Abend mit spekulativer Fantasie die affektiven Verbindungen dahinter. Derart in Geschichten von Verbundenheit und Freundschaft schwelgend entfaltet sich ein Bild dessen, wie der Alltag der Florenzer ausgesehen haben könnte.
In der Tradition des sehnsuchtsvollen Blicks nach Italien, als symbolischem Ort für Zuflucht, Befreiung und Selbstfindung, holen Vöcks de Schwindt mit diesem musiktheatralen Storytelling die Vergangenheit in unsere Gegenwart und suchen in ihr nach Momenten von Schönheit, Nähe und Verletzlichkeit in einer queerenden Geschichtsschreibung.
Description
A summer night’s cycle of queer tales with tender playful music from the Renaissance takes us to Florence. Together with their protagonist, the stage directors duo Vöcks de Schwindt imagines the intimate relationships that men* cultivated there in great frequency and diversity around 500 years ago. It was said of them that they were happily ‘florenzen’.
In imagined stories and songs accompanied by lute music, we delve into a seductive world of l’amore masculino, friends with benefits and early modern daddies and twinks. While the German verb ‘florenzen’ historically referred primarily to gay sex, the piece explores with speculative imagination the emotional connections behind it. Immersed in stories of solidarity and friendship, a picture emerges of what everyday life in Florence might have looked like.
In the tradition of the longing towards Italy as a symbolic place of refuge, liberation and self-discovery, Vöcks de Schwindt bring with this music-theatrical storytelling the past into our present, searching for moments of beauty, closeness and vulnerability in a queer historiography.
Idee, Text & Inszenierung Vöcks de Schwindt
Gesang & Performance Johannes Worms
Laute, Theorbe & Performance Neo Gundermann
Dramaturgie Federico Vöcks de Schwindt
Ausstattung Lena Lupo Loy & Wenzel Vöcks de Schwindt
Musikalische Beratung Andrés Locatelli
Mitarbeit Produktion Lianne Mol
Eine Produktion von Vöcks de Schwindt. Eine Koproduktion mit dem Monologfestival 2025 / TD Berlin. Das Monologfestival wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Mit freundlicher Unterstützung von Nufferton und Sweef. Ankündigungsfotos zur Premiere mit freundlicher Unterstützung der Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin.
Die Wiederaufnahme wird gefördert durch die Schachtsiek Familien Stiftung.
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Fotos: Jana Kießer
Diese Produktion steht für Gastspiele zur Verfügung. Für Anfragen und weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte hier.
This production is available for touring. For further information please contact us.